Buongiorno

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Sprachenschule Laura Poggioli

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Buenos Dias

Das Temperament Italiens

Vorgestellt: Dozenten der Volkshochschule Chemnitz

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Laura Rebeca Poggioli ist Dozentin an den Volkshochschulen in Chemnitz, Mittweida, Döbeln, Glauchau und Oschatz. An der Euroschule kennt man sie ebenfalls als freie Mitarbeiterin. Sie unterrichtet Spanisch und Italienisch.

Italienisch-Kurse der Dozentin Laura an der Volkshochschule sind ein Erlebnis. Sie vermittelt lebendige Eindrücke über das Land im Süden Europas, die Menschen und ihre Sprache, die durch Lauras Lebhaftigkeit und Intelligenz in einem neuen Licht erscheinen. Und man begreift, dass das deutsche Wort nicht unbedingt dem italienischen gleichzusetzen ist. Zum Beispiel lässt sich „Freund“ im Italienischen nur schwer definieren. Man verlangt Klarheit. Und für die Liebe gibt es drei Stufen - Agape, Eros, Filos. Der Italiener lässt in seiner Wortwahl keine Zweifel offen, ob er beispielsweise die Liebe zwischen Eltern und Kind, eine geistig-seelische Bindung oder die eines Liebespaares meint. Diese Feinheiten haben ihren Ursprung in der Geschichte, die stark von griechischen Einflüssen geprägt wurde. Dieses sprachliche Fundament, zu dem auch Latein gehört, und seine neuzeitlichen Formen zu erläutern, das ist Laura förmlich auf den Leib geschnitten.

Hat sie doch u.a. an der Universität in Bologna Philosophie studiert.
Die in Argentinien geborene Tochter italienischer Auswanderer ist, bedingt durch den frühen Tod ihrer Mutter, zweisprachig aufgewachsen - Spanisch und Italienisch. Bis zum achten Lebensjahr nur spanisch sprechend und mit argentinischen Bräuchen vertraut, erfuhr ihr Leben in Folge einen einschneidenden Wandel. Sie setzte die Schulausbildung bei ihren Angehörigen in Italien fort und lernte so die enge Bindung einer großen Familie kennen und schätzen. Auf Wunsch des Vaters kehrte sie mit 15 Jahren nach Argentinien, Buenos Aires, zurück und bestand hier ihr Abitur sowie das Studium zur Diplom-Kauffrau mit Bestleis­tungen. Es folgten anspruchsvolle Jobs im Bereich Import-Export bei „Pirelli“ (Siemens AG) und später als Zollbeamtin bei der Viasa-Fluggesellschaft. Letzteres kam ihren regelmäßigen Besuchen in Bologna zugute. Laura meint heute rückblickend: „Mein Herz ist immer in Italien geblieben. Und nachdem sich Viasa aus Buenos Aires zurückgezogen hatte, kehrte ich sofort zur Familie nach Italien zurück und erfüllte mir einen lange gehegten Wunsch - ein Studium der Philosophie.“ Um dieses zu finanzieren, jobte sie als Begleiterin einer alten Dame. Einige Jahre später folgte sie den Ruf einer Arztfamilie nach Deutschland. In Stuttgart betreute sie sechs Jahre lang deren Zwilligsmädchen und kam erstmals mit der deutschen Sprache in Berührung. Hier lernte sie auch ihren Ehemann kennen, mit dem sie nun seit einigen Jahren in Chemnitz lebt. Die Liebe lockte sie gewissermaßen nach Sachsen.
„Ich bin von Natur aus immer in Bewegung, muss ständig etwas tun und bin sehr kreativ. Nie habe ich Hobbys wie Schneidern, Stricken und Sticken aufgegeben. Die Textilfirma meiner Familie in Bologna, die derzeit u.a. an Armani-Aufträgen arbeitet, war diesbezüglich eine gute Schule. Auch der Umgang mit dem Computer ist mir eine Herausforderung. Dennoch brauchte ich in Chemnitz eine feste Aufgabe. Ich bewarb mich an verschiedenen Bildungseinrichtungen als Lehrerin für Italienisch und Spanisch, wurde akzeptiert und erhielt parallel dazu ein unbefristetes Zertifikat des Kultusministeriums, das mir das Unterrichten an Schulen, Gymnasien und Universitäten gestattet.“
Für ihre Schüler ist Laura etwas Besonderes. Sie birgt das Temperament Italiens in sich und fasziniert durch ihre Allgemeinbildung, die dem Unterricht eine erstaunlich abwechslungsreiche Würze gibt.

Von Ellen Friedrich

 

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